| Angefangen hat eigentlich
alles mit einem Langhaarteckel namens “Fakir.“ Diesen bekam ich als Welpen
1970 geschenkt. Da bekanntlich Dackel sehr stur sind, beschloss ich, einen
Hundeübungsplatz zu besuchen, um ihn richtig zu erziehen.
Mit ihm legte ich dann erfolgreich 1972 die SchH 1 ab und fortan war meine
Liebe zum Hundesport geboren.
1974 nahm ich vom Bund für Missbrauch der Tiere eine 3 jährige, belgische
Schäferhündin bei mir auf, mit der ich 1975 ebenfalls die SchH 1 ablegte.
Leider starb sie 2 Jahre später an Krebs. Jahre später kam dann unsere Cosy,
ein grauer Stockhaarschäferhund aus einer Leistungszucht als Welpe zu uns.
Mit ihr erarbeitete ich die SchH 3 und die FH. Wir bestritten
Breitensportturniere genauso wie Pokalkämpfe und nahmen an Schulvorführungen
unseres Hundevereins teil.
Mit dieser Hündin begann ich dann beim SV zu züchten.
Als 1986 in einem Wurf ein Langstockhaar-Rüde dabei war, wurde beschlossen,
diesen zu behalten.
Unser “Arko vom Schloß Ebersberg “ entwickelte sich zu einem nervenstarken,
knochenkräftigen Hund. Er wurde von mir überregional geführt und erreichte
1991 bei der Deutschen Meisterschaft für Gebrauchshunde des DVG einen
hervorragenden 9. Platz mit einem vorzüglich.
Sein bestes Prüfungsergebnis waren 297 Punkte von 300 möglichen Punkten
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Arko vom Schloß
Ebersberg |
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Dieser Hund war ein
richtiges Allround-Talent. Paralel wurde er von meiner damals 12 jährigen
Tochter zusätzlich im Breitensport geführt, wo dieses Hund-Kind-Team genauso
erfolgreich war.
Durch Zufall geriet ich durch einen Hundesportler, der auch eine
Langhaarhündin hatte, an den LSVD e.V. Vorher wusste ich gar nicht, dass es
überhaupt einen Langhaarverband gab.
Da ich mich mit den Zielen dieses Verbandes identifizieren konnte, stellte
ich meinen Rüden der LSVD –Zucht zur Verfügung und wurde Mitglied. Meine SV
Zucht habe ich dann aufgegeben.
In mir erwachte der Wunsch, mal wieder selbst einen Wurf zu ziehen. Jetzt
natürlich Langstockhaar. Da mein Rüde mittlerweile auch in die Jahre kam,
beschloss ich, mich nach einem Hündinnen-Welpen umzuschauen.
So kam 1994 unsere Heike vom Flughafenrand genannt “Cora“ zu uns. Das
zukünftige Trio vervollständigte dann unsere Gipsi von der Grafschaft
Wolfram, die ich 1997 mit 11 Monaten zu uns holte. Beide Hündinnen verfügen
über das Ausbildungskennzeichen SchH 3. Mittlerweile genießen unsere Cora
sowie auch unsere Gipsi den wohlverdienten Ruhestand. Ihren Platz in Punkto
Zucht hat eine graue Nachzuchttochter von unserer Gipsi, unsere Eshra vom
Schloß Ebersberg eingenommen. Ehra verfügt über das Ausbildungskennzeichen
VPG, und IPO3. Seit Anfang März 2006 haben wir ein weiteres Familienmitglied
mit Namen Hinjah, (siehe auch unsere Hunde). Sie soll ab 2008, wenn unsere
Eshra aus der Zucht genommen wird, deren Nachfolge antreten. Dann wäre da
noch unser Franjo, ein grauer Rüde aus unserer eigenen Zucht. Auch Franjo
verfügt über das Ausbildungskennzeichen VPG 3, IPO3.
Unsere Hunde verfügen über sehr viel Spieltrieb, gepaart mit einem guten
Wesen und Nervenstärke.
Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass der Langstockschäferhund eine
Beschäftigung braucht, um eine ganzer “Kerl “ zu werden. Ob Sie nun mit dem
Hund z.B. im Schutzhunde- oder Rettungshundebereich, im Breitensport- oder
im Agilitybereich arbeiten, ist ihre Entscheidung. Beschäftigt sollte er
jedoch werden, in welcher Form auch immer, denn das entspricht seinem
Naturell.
Was erwarte ich von den zukünftigen Welpenkäufern?
Die zukünftigen Welpenkäufer möchte ich, sofern es möglich ist, noch vor dem
Wurf persönlich kennen lernen.
Der Welpenkäufer sollte den Eindruck haben, hier bekomme ich einen gesunden,
gut geprägten Hund und ich als Züchter denke, der Welpe bekommt ein gutes
Zuhause, dann passt es meistens. Arbeitet der Welpenkäufer später mit dem
Hund, finde ich es optimal. Auch ist es mir wichtig, wo der Welpe hinkommt
und wie er gehalten wird.
Zu meinen Welpenkäufern halte ich regelmäßig Kontakt, egal wie alt der Hund
bereits ist. Auch finde ich es wichtig, dass der Welpenbesitzer einen
kompetenten Ansprechpartner hat, in diesem Fall den Züchter. Wird der Welpe
beim neuen Besitzer nur als Familienhund gehalten, sollte dieser mit seinem
Welpen zumindest eine Welpenspielstunde besuchen.
Eine Begleithundeprüfung auf einem Hundeplatz abzulegen wäre wünschenswert,
um nicht zu sagen, dies ist in der heutigen Zeit ein absolutes “Muss!“
Auch sollte der Welpenkäufer sein Tier mit 15 Monaten ausröntgen lassen.
Hierbei spielt es keine Rolle, ob mit dem
Hund sportlich gearbeitet wird oder nicht. Man hat dann einfach als Besitzer
die Gewähr, mein Hund ist, was z.B. die Hüfte betrifft, gesund. Dem Züchter
gibt es außerdem wichtige Hinweise auf die Verpaarung der beiden
Elterntiere.
Wie wachsen unsere Welpen auf?
Unsere Welpen wachsen im Zwinger, Haus und Garten auf. Sie sind bei Abgabe
mit 8 Wochen 4 mal entwurmt haben eine 7 fach-Impfung und sind tätowiert. Ab
der 4. Woche lernen sie Kinder und Menschen aller Alterklassen kennen. Ab
der 6. Woche erkunden sie dann unseren Abenteuerspielplatz. Dieser besteht
u.a. aus Tunnel, Wippe, Rohren und Planschbecken, denn wie heißt es so
schön! Früh übt sich......
Die Gewöhnung an Halsband und Leine, sowie regelmäßige Autofahrten sind für
uns selbstverständlich. Nach der Impfung besuchen wir mit den Welpen die
Stadt, wo wir ihnen allerlei zeigen. Belebte Plätze, Enten, Tauben,
Brückenübergänge, natürlich die Fußgängerzone, Unterführungen sowie belebte
Hauptverkehrsstraßen in der Innenstadt, wo Busse, Lastwagen und Autos
vorbeidonnern.
Was ist das Ziel meiner Zucht?
Ziel meiner Zucht ist es, die Gebrauchstüchtigkeit des
Langstockschäferhundes zu erhalten und gesunde, wesensfeste und mit einer
guten Prägung ausgestattete Hunde mit geradem Rücken zu züchten, bei denen
ein voller Familienanschluss gewährleistet ist. Das Ganze im kleinen Rahmen.
Züchten heißt für mich, die Rasse zu erhalten bzw. zu verbessern! Nicht zu
vermehren! Habe ich zu viele Hündinnen in der Zucht, kann ich beim besten
Willen keine optimale Prägung vornehmen, dazu fehlt dann einfach die Zeit.
Als Züchter sollte man sich über Fachseminare regelmäßig weiterbilden. Auch
mit jahrelanger Erfahrung kann man immer noch dazulernen.
Ein verantwortungsvoller Züchter sollte sich selbst gegenüber ehrlich sein ,
denn nur dann kann dieser in der Zucht positiv etwas verändern.
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